kWp in kWh umwandeln: Diese Formel bringt Klarheit

kWp in kWh: Das Zusammenspiel erklärt

Stellen Sie sich vor, Ihr Dach könnte nicht nur Ihr Zuhause vor Regen schützen, sondern auch Ihre Stromrechnung senken. Mit einer Photovoltaikanlage ist genau das möglich. Aber wie verstehen Sie, was Ihre neue Solaranlage tatsächlich leistet und wie viel Sie damit sparen können? Hier kommen zwei wichtige Begriffe ins Spiel: kWp und kWh.
Das Wichtigste zusammengefasst:
kWp vs. kWh erklärt: kWp repräsentiert die maximale Leistung einer Photovoltaikanlage unter Standardbedingungen, während kWh die tatsächlich erzeugte Energiemenge angibt.
Faustformel zur Umrechnung: In Deutschland und Österreich kann man durchschnittlich mit einem Ertrag von ca. 1.000 kWh pro Jahr pro kWp rechnen, abhängig von der Ausrichtung und Effizienz der Anlage.
Entscheidende Faktoren für die Umrechnung: Geografische Lage, Ausrichtung und Neigung der PV-Anlage, Wetterbedingungen und Systemverluste beeinflussen die tatsächliche Stromproduktion in kWh.

Inhaltsverzeichnis

kWp Bedeutung

kWp steht für die maximale Menge an Strom, die Ihre Anlage unter idealen Bedingungen produzieren kann – sozusagen die Spitzenleistung Ihrer persönlichen Stromfabrik. Kilowatt-Peak, kurz kWp, ist die Maßeinheit für die elektrische Leistung einer Photovoltaikanlage unter Standard-Testbedingungen: Luftmasse 1,5 AM, Modultemperatur 25° Celsius und eine Einstrahlungsstärke von 1.000 Watt pro Quadratmeter. Diese Bedingungen machen die Leistung der Solarmodule bzw. der Photovoltaiksysteme miteinander vergleichbar.

kWh Bedeutung

kWh hingegen zeigt, wie viel Strom tatsächlich produziert wurde. Es ist der Wert, der Ihnen sagt, wie viel Strom Sie tatsächlich nutzen oder ins Netz einspeisen können. Kilowattstunde, kurz kWh, ist die Maßeinheit für die Menge an erzeugter oder verbrauchter Energie, die zum Beispiel von Ihrer jährlichen Stromabschlagsrechnung bekannt ist.
Um es auf den Punkt zu bringen: kWp gibt das Potential an, kWh die Wirklichkeit. Eine Anlage mit einem hohen kWp-Wert klingt zunächst beeindruckend, doch letztlich zählt, wie viel kWp in kWh erzeugt wird. Das hängt von vielen Faktoren ab, wie der Sonneneinstrahlung bei Ihnen zu Hause oder wie gut Ihre Anlage ausgerichtet ist.

Umrechnung kWp in kWh

Die Umrechnung von kWp in kWh ist ein kritischer Schritt, um die Effizienz und den potenziellen Energieertrag einer Solaranlage zu bewerten. Die vereinfachte Formel zur Berechnung des Ertrages pro Jahr lautet:

kWh = kWp × Stunden der Sonneneinstrahlung × Effizienz der Anlage

Zu berücksichtigen ist, dass es sich hierbei nur um einen Orientierungspunkt handelt. Die genaue Berechnung ist weitaus komplexer, wie wir uns im Folgenden noch ansehen werden.
 
Dabei gilt:
 
  • Effizienz der Anlage: Wie gut die Anlage Sonnenlicht in nutzbare Energie umwandeln kann, unter Berücksichtigung von Faktoren wie Ausrichtung, Neigungswinkel, Verschattung und Temperatur.
  • Stunden der Sonneneinstrahlung: Die durchschnittliche Anzahl der Sonnenstunden pro Tag, die für Ihren Standort typisch ist.

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Faustformel: Es geht auch einfacher

Durchschnittlich kann hierzulande mit einem jährlichen Ertrag von ca. 1.000 kWh pro Kilowatt Peak gerechnet werden. Bei einer optimalen Ausrichtung nach Süden erhöht sich der Wert um bis zu 30%, wohingegen bei einer Positionierung zu den anderen Himmelsrichtungen mit einer leichten Senkung geplant we

Theoretische Beispielrechnung

Angenommen, Sie haben eine Photovoltaikanlage mit einer Kapazität von 5 kWp und Ihr Standort erhält durchschnittlich 3,5 Stunden direkte Sonneneinstrahlung pro Tag. Die Effizienz der Anlage berücksichtigen wir in diesem Beispiel nicht, um die Rechnung zu vereinfachen. Die jährliche Energieproduktion Ihrer Anlage wäre dann:
 

5kWp × 3,5 Stunden × 365 Tage= 6.388 kWh pro Jahr

Diese Berechnung zeigt, wie viel Energie Ihre Anlage theoretisch in einem Jahr erzeugen kann, was für die Planung Ihrer Energieversorgung und -kosten essenziell ist.
 

Praktische Beispielrechnung

Die folgende Berechnung ist realitätsnäher: Sie veranschaulicht den jährlichen Ertrag (= kWh) von einer 10 kWp Anlage mit 25 Solarmodulen mit jeweils 410 Watt in Wien.
Dabei gehen wir davon aus, dass die Anlage mit einem Neigungswinkel von 30° nach Süden ausgerichtet ist. In diesem Fall erzielt die PV-Anlage pro Jahr ca. 12.300 kWh.
Praktische Beispielrechnung

Exkurs: Umrechnung von Watt (W) zu Kilowatt (kWh)

In der Welt der Elektrizität und Photovoltaik begegnen uns häufig zudem die Einheiten Watt (W) und Kilowatt (kW). Watt ist die Basiseinheit der elektrischen Leistung im Internationalen Einheitensystem. Kilowatt hingegen ist eine abgeleitete Einheit von Watt. So wie die “CM” und “M”.
Die Umrechnung von Watt in Kilowatt ist glücklicherweise denkbar einfach und folgt der mathematischen Regel, dass 1.000 Watt einem Kilowatt entsprechen. Um also Watt in Kilowatt umzurechnen, teilt man die Anzahl der Watt durch 1.000.

Beispiel zur Umrechnung

  • 3 Solarmodule mit jeweils 420 Watt (peak) erzeugen insgesamt eine Leistung von 1.260 Watt. Dies entspricht 1,26 kW.
  • Eine 10 kWp Solaranlage wiederum resultiert in 10.000 Watt (peak).

600 Watt in kWp umrechnen & weitere Beispiele

Besonders beliebt ist die 600 Watt-Grenze für Balkonanlagen. Dies entspricht 0,6 kWh.
 
  • 300 Wp in kWh umrechnen: 0,3 kWh (Wp = Watt peak)
  • 1 kWp in kWh: Ca. 1.000 kWh pro Jahr
  • 5 kWp in kWh: Ca. 5.000 kWh pro Jahr
 

Warum ist diese Umrechnung wichtig?

1. Energiebedarf abschätzen:

Durch die Umrechnung von kWh in kWp oder umgekehrt können Sie besser abschätzen, wie viel Ihres jährlichen Energiebedarfs durch Solarenergie gedeckt werden kann. Dies ist besonders für Haushalte relevant, die nach Möglichkeiten suchen, ihre Energiekosten zu senken und gleichzeitig zur Nachhaltigkeit beizutragen.

2. Wirtschaftlichkeit bewerten:

Die Kenntnis der voraussichtlichen Energieerzeugung in kWh hilft Ihnen, die Rentabilität Ihrer Investition zu beurteilen. Sie können Berechnungen zur Amortisationszeit und zur langfristigen Einsparung anstellen, was besonders für umweltbewusste und wirtschaftlich denkende Personen von Bedeutung ist.

3. Vergleich verschiedener Angebote:

Mit diesem Wissen können Sie Angebote von verschiedenen Anbietern besser vergleichen. Sie verstehen nicht nur, welche Anlage die höchste Spitzenleistung (kWp) hat, sondern auch, welche die höchste Energieausbeute (kWh) verspricht.

Faktoren, die die Umrechnung beeinflussen

kWp in kWh (oder kWh in kWp) umzurechnen, ist nicht immer geradlinig und wird von mehreren Faktoren beeinflusst:
 
  • Geografische Lage: Je nach Standort variiert die Menge der Sonneneinstrahlung, was direkte Auswirkungen auf die Energieerzeugung hat.
  • Ausrichtung und Neigung: Die Ausrichtung zur Sonne und der Neigungswinkel der Solarmodule sind entscheidend für die Effizienz der Energieerzeugung.
  • Wetterbedingungen: Bewölkung, Verschattung und Temperaturschwankungen können die Leistung der Anlage beeinträchtigen.
  • Systemverluste: Verluste durch Wechselrichter, Kabel und andere Komponenten der Anlage müssen ebenfalls berücksichtigt werden.
  • Alter der Solaranlage: Solarmodule büßen über die Jahre einen Teil ihrer Leistung ein.
  • Mögliche Verschattungen: Hohe Bäume, umstehende Gebäude oder Verschmutzungen können die Leistung der Anlage beeinträchtigen.
 

Zusammenfassung

Die Umrechnung von kWp in kWh ist ein entscheidender Faktor für jeden, der in Solarenergie investiert. Sie ermöglicht es, eine realistische Einschätzung der Energieerzeugung zu erhalten und die Wirtschaftlichkeit der Investition zu bewerten. Für umweltbewusste und wirtschaftlich denkende Menschen bietet dieses Wissen eine solide Grundlage für die Entscheidungsfindung. Indem wir in qualitativ hochwertige, effiziente Solaranlagen investieren, können wir nicht nur unsere Energiekosten senken, sondern auch einen positiven Beitrag zum Umweltschutz leisten.
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FAQs

kWp steht für Kilowatt-Peak und bezeichnet die maximale Leistung, die eine Photovoltaikanlage unter Standard-Testbedingungen erbringen kann. Diese Bedingungen umfassen eine Modultemperatur von 25° Celsius, eine Einstrahlungsstärke von 1.000 Watt pro Quadratmeter und eine Luftmasse von 1,5 AM.

Kilowattstunde (kWh) ist die Einheit, die verwendet wird, um die Menge an Energie zu messen, die tatsächlich erzeugt oder verbraucht wurde. Es gibt an, wie viel Strom Ihre Photovoltaikanlage tatsächlich produziert hat und somit zur Verfügung steht.

Die grobe Umrechnung erfolgt mit der Formel: kWh = kWp × Stunden der Sonneneinstrahlung × Effizienz der Anlage. Hierbei handelt es sich jedoch nur um einen Orientierungspunkt, die genaue Berechnung ist weitaus komplizierter. Dabei bezieht sich „Stunden der Sonneneinstrahlung“ auf die durchschnittliche Anzahl der Sonnenstunden pro Tag für einen Standort, und „Effizienz der Anlage“ auf die Fähigkeit der Anlage, Sonnenlicht in nutzbare Energie umzuwandeln.

Faktoren wie geografische Lage, Ausrichtung und Neigung der Solarmodule, Wetterbedingungen, Systemverluste, das Alter der Solaranlage und mögliche Verschattungen spielen eine Rolle. Diese Faktoren können die Effizienz und somit die tatsächliche Energieerzeugung in kWh beeinflussen.

Die Kenntnis beider Werte ermöglicht es Ihnen, den potenziellen Energieertrag Ihrer Solaranlage zu verstehen und abzuschätzen, wie viel Ihres Energiebedarfs durch die Anlage gedeckt werden kann. Zudem ist sie entscheidend, um die Wirtschaftlichkeit und Rentabilität Ihrer Investition zu beurteilen.

Während die Umrechnung von kWp in kWh eine hilfreiche Orientierung bietet, sind die tatsächlichen Erträge aufgrund der vielen variablen Faktoren oft spezifisch für jeden Standort. Eine exakte Vorhersage erfordert detaillierte Analysen und Berücksichtigung aller relevanten Faktoren.

Durchschnittlich kann in Deutschland und Österreich mit einem jährlichen Ertrag von ca. 1.000 kWh pro kWp gerechnet werden. Dieser Wert kann jedoch abhängig von der Ausrichtung und Effizienz der Anlage variieren.

Die Menge der Sonneneinstrahlung und die Effizienz der Umwandlung in elektrische Energie hängen stark von der geografischen Lage und der Ausrichtung der Solarmodule ab. Optimale Bedingungen wie eine Südausrichtung und der richtige Neigungswinkel können den Energieertrag signifikant steigern.

Bewölkung, Verschattung durch Bäume oder Gebäude und Temperaturschwankungen können die Leistung Ihrer Photovoltaikanlage verringern. Diese Faktoren reduzieren die Menge der Sonneneinstrahlung, die von den Solarmodulen aufgenommen wird, und damit die Energieproduktion.

Bei der Planung sollten Sie neben der maximalen Leistung (kWp) vor allem den erwarteten jährlichen Energieertrag (kWh) in Betracht ziehen. Faktoren wie die spezifische Lage, Ausrichtung, Neigung und potenzielle Verschattungen sind ebenso wichtig, um die Effizienz und Wirtschaftlichkeit Ihrer Anlage zu maximieren.

1 kWp entspricht ca. 1.000 kWh pro Jahr.

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